Samstag, 21. April 2012

Wir

Wenn wir uns beide miteinander trösten müsste es uns dann nicht gut gehen?
Wenn wir beide einen anderen versuchen zu vergessen
können wir uns dann nicht so ablenken?
Was macht das schon wenn wir nur einer in einer langen Reihe sind?
Ich brauche Trost und du brauchst Trost und
wir werden nie mehr frei sein.
Also lass uns einfach noch eine zweite Kette spannen,
eine zwischen uns.

Freitag, 20. April 2012

Life and Death

Life is a prison and the only escape is to die.
But death is hell.

Bis Null

Tage zählen, Stunden zählen, Minuten zählen
bis null.
Erwartung steigt, Hoffnung wächst
bis hundert
Ängste in Vorfreude ertränken
bis null
Gesprächsthema sein
bis hundert
Vorurteile abbauen
bis Null
Freude steigern
Bis Hundert.
19:00:00
18:59:59

Verlust

Es gibt Dinge im Leben die wird man nie begreifen können.
Selbst in fünfzig Jahren, wenn man reifer und erfahrener ist als heute,
wird man diese Sachen nie verstehen, den höheren Sinn nicht fassen können.
So ergeht es mir mit dir, mit uns, mit dem was wir hatten,
von dem ich dachte, wir würden es ewig haben.
Du warst mein Göttergatte und ich deine Gattin.
Gemeinsam waren wir unbesiegbar, nicht mal wir selbst konnten uns zerstören
bis jetzt. Langsam driftest du ab, fliegst von mir weg, lässt mich zurück.
Bitte, bitte bleib. Ich trau mich nicht mich an dich zu klammern aus Angst du fliegst dann noch schneller davon.
Dabei ist alles was ich will, dich an meiner Seite zu haben als mein Göttergatte.
Doch du hast mich lang genug gestützt, warst oft genug für mich da. Ab jetzt bist du also fort. Okay.
Lass mich noch einmal tief durchatmen und dich noch ein letztes Mal umarmen, lass mich noch ein aller letztes Mal unsere Fotos ansehen. Ich bin soweit. Ich habe akzeptiert dass du gehst.
Lass dich nicht unterkriegen, du wirst das beste Leben haben, was die Welt je gesehen hat und wenn das bedeutet, dass ich nicht dabei bin dann ist das so.
But I'm cold as the wind blows
so hold me in your arms.
Ed Sheeran- Kiss me

Donnerstag, 19. April 2012

Poesie

Ein Gedicht soll ich schreiben?
In Formen soll ich mich pressen?
Bloß um mich mit anderen zu messen
bei denen ich nie gedenke zu verweilen?
Ich lasse mich nicht drängen,
zu denken so wie ihr.
Ich bin kein Herdentier.
Sagt nichts ohne mich zu kennen.
Ich lache und weine wenns mir passt
und genauso ist es beim dichten
mir ist es egal, fangt an zu richten.
Mir ist es egal wenn ihr mich hasst.
Ich gehör nichtmit zur Masse
ich bin ich für mich allein
und das werd ich immer sein
Ohne Schublade und Klasse.

Traum

Träume sind Schäume.
In der Badewanne war früher das Allerlustigste mit dem Schaum zu spielen, Figuren aus ihm zu formen und mir Geschichten darüber auszudenken. Ich saß in der Wanne, bis meine Finger schrumplig waren wie die einer alten Oma.
Wenn das Träume sind, dann will ich sie für immer behalten.
Ein zerplatzer Traum.
Ich habe mir früher immer den ganz teuren Hubba Bubba gekauft, denn er war der einzige mit dem man Blasen machen konnte. Ich habe sehr lange geübt bis ich es geschafft habe solche Blasen zu produzieren. Es bedurfte zahlreicher Versuche, Bauchschmerzen und allermöglichen Kaugummisorten um die perfekte Taktik zu finden. Was war ich stolz, als ich die erste Blase zum platzen gebracht hatte. Es war immer mein Traum, eine riesige Blase zu machen und einen ganz lauten Knall zu erzeugen. Eines Tages nahm ich mir ein rosa Hubba Bubba und stopfte mir so viel in den Mund wie nur ging und versuchte die ultimative Blase herzustellen. Ich kaute so konzentriert wie man das mit vollen Backen nur machen konnte. Dann begannen die Vorbereitungen: Den Kaugummi im Mund falten und gegen die Zähne drücken und dann pusten wie bei einem Luftballon. Langsam nahm die Blase Gestalt an und wurde riesengroß und dann zerplatze sie mit einem lauten Knall. Ich lachte, weil die Reste des Kaugummis mir bis auf die Nasenspitze hingen. Ich lief zu meiner Mutter und zeigte ihr die Überreste, lächelnd entfernte sie diese.
Wenn Träume so zerplatzen, dann mach ich nur noch riesen Blasen.

Musik

Ein leises Hauchen, ein winziges Wispern erhellt meine Welt.
Ed Sheeran singt. 
Worte die mich durchdringen, Töne die meine Mauern einreißen.
Melodien die mein Herz berühren, leise durch die Ritzen huschen
ungesehen nur gehört.
Gefühle, längst vergessen kommen wieder hoch und erobern mich.
Tränen aus Freude, aus Leid, aus Mitleid, aus Liebe.

Kraft

Halt zu geben gibt mir Halt
Zu teilen gibt mir mehr.
Mehr was?
Einfach mehr. Mehr von allem.
Mehr Lachen in den Augen
Mehr Freude mehr Tatendrang
Mehr Wünsche mehr Trost.
Mehr war vorher weniger da?
Nein jetzt erst hab ich erkannt
dass ich das alles schon besaß.
Einen kleinen großen Schatz
tief in meinem Herzen
verborgen unter Egoismus.
Werf ihn ab und fühl mich frei.
Ich bin frei.


Mein Held

Du bist mein Held verwundet und verletzt.
Tief in deiner Seele doch nach aussen bist du stark.
Stark und starr und hart und eisig.
Dein Körper ist der Mantel deiner Seele,
die verloren im Nichts treibt, einen Anker sucht.
Warum findet sie ihn nicht?
Klammert sich an Schilf und Algen die mit ihr untergehn
sieht sie nicht was es ist?
Sie braucht jemand der ihr hilft.
Du bist mein Held weil du es schaffst zu leben ohne zu existieren.

Mittwoch, 18. April 2012

Kindsgesicht

Großer Mann, weiche Haut
noch nicht gezeichnet
vom Leben und vom Sterben
des Glaubens und der Liebe
und doch ist dies alles verschwunden.
Wie kann ein Gesicht so rein
so klar und so klein
nur so tiefe Augen haben?
Die weinen allein in tiefer Nacht.
Schultern die tragen aller Welten Last?
Wie kann ein großes Kind wie du
mit samtigweicher Haut und leisem Lachen
nur schon so viel Bürde tragen?
Kann es nicht.

Dienstag, 17. April 2012

Bitte

Bitte zeig mir wer du wirklich bist
Bitte versteck dich nicht
Du kannst mir vertrauen, du kannst auf  mich bauen.
Gib mir nur die Chance dazu dann zeig ich was ich für dich tu.
Ich leg dir die Welt zu füßen doch du siehst sie nicht
durch die Mauern die du dir errichtet hast.
Bitte reiß sie hinunter. Ich hab alles versucht, du lässt nichts herein.
Nicht mal das Pferd vermocht es dich zu täuschen.
So bleibt mir nur mein Flehen.
Ich entkleide meine seele und stehe so vor dir, verletzlich, angreifbar
damit du erkennst dass du mir viel mehr wehtun kannst als es mir jemals möglich wär.

Montag, 9. April 2012

Halt mich

Trag mich durch die Welt
in deinen Armen finde ich Geborgenheit.
Bring mich zum Lachen wenn ich weinen muss
nur durch dich übersteh ich diese Tage
Halt mich. Ich brauche dich.

Sonntag, 8. April 2012

Suche

Wir alle suchen etwas.
Einen Menschen, der uns liebt oder jemanden der unser wahres Ich erkennt.
Dieser Jemand wird unser Ritter in strahlender Rüstung, unser Held.
In unseren Tagträumen erheben wir ihn, machen ihn gottgleich und
malen ihn in strahlendsten Farben.
Doch wenn er dann vor uns steht, der Ritter, der Held erkennen wir es nicht.
Er ist zu farblos und vielleicht auch gar nicht unser Typ. Er soll es sein?
Wir stellen uns den Ritter aus unseren Träumen vor und vergleichen die beiden.
Doch wie kann ein realer Junge mit Fehlern und Träumen dem perfekten Ritter ebenbürtig sein?
Doch der Ritter ist gesichtslos, hat keine Sprache ist nicht echt, nur Fiktion.

Melancholie

Erinnerungen sind immer mit einem Gefühl verbunden.
Die Zeit mit dir ist immer an Wehmut geknüpft.
Sie durchzieht die Zeit wie eine Blutvergiftung und
erreicht das Herz letzendlich mit unserer ersten Begegnung.
Kein Tag bleibt von Ihr verschont, egal wie schön es war
immer drängt sich die leise Trauer in das Glück und murmelt unerträglich laut
So wird es nie mehr sein. Es ist vorbei.

Samstag, 7. April 2012

Alltag

Ein Mann kam mir entgegen.
Unrasiert, ungewaschen, stinkend.
Assitoasterbräune und geschniegelte Haare.
Manchmal fasste er sich gedankenverloren an den Ringfinger seiner rechten Hand.
Bis vor kurzen war dort noch ein Ring jetzt nur noch ein weisser Strich.
Er spuckte manchmal auf den Boden oder zog die Nase hoch.
Er hatte Dreck unter den Fingernägeln und gelbe Zähne-
Abstoßend.
So sah der Mann aus. Abstoßend und- Leer. 
Ohne Benehmen, ohne Koketterie, angestrengt und launisch.
Niemand der ihm half über die Runden zu kommen weil er alle von sich weg stieß.
Ich fragte ihn wer er sei. Er spuckte mir vor die Füße, rempelte mich an und grummelte
Dein Alltag.
Tell you the truth I hate what didn't kill me never made me stronger at all.
Ed Sheeran- Drunk

Ich sehe alles nicht nur das Gute

Ja ich weiss noch was ich fühlte als ich das erste Mal sah.
Ja ich erinnere mich an unseren ersten Kuss.
Ja ich sehe uns beide noch vor mir als wir noch ein wir waren.
Aber ich sehe auch alle Fehler die ich gemacht habe.
Ich höre all die dummen Dinge die ich gesagt habe
und fühle all den Schmerz den ich dir zugefügt hab.
Es tut mir leid.

Flasche

Wünscht ich hätt ne Flasche
all die unnützen Sorgen zu ertränken.
Wünscht ich hätt ne Flasche
all die dummen Wünsche zu versenken.
Wünscht ich hätt ne Flasche,
ach wie unbesiegbar wäre ich.
Wünscht ich hätt ne Flasche,
wünscht ich würd keine brauchen um das zu sein was ich will.
Wünscht ich hätt ne Flasche,
wünscht ich könnte auch so zeigen wer ich bin.

Anker

Anker raus, kein Grund in Sicht,
nur das Ungeheur ganz tief unten
Reise mit dem kleinen bunten
Schiff und hoff das es nicht zerbricht.

Mich nicht zurücklässt auf dem Meer
Ich klammer mich an jede Planke
Kämpf gegen jede Wasserranke
und jeder Tag ist sorgenschwer.

Ich lieb das Schiff nicht ganz allein
um seinetwillen sondern sehr viel auch
für mich. Es ernährt meinen Bauch
und ist der Sinn in meinem Dasein.

Ich schütze es vor jedem Riff
und anderen Gefahren. Der Sinn?
Ach mein liebster sieh doch hin
Du, ja du bist niemand andres als mein Schiff.

I don't know when I lost my mind 
maybe when I made you mine.
I don't know when I lost my mind
maybe everytime you said that
I miss you.
Ed Sheeran- Miss you

Versteckt

Hinter all diesen Andeutungen lauern Gefühle, hinter jedem Songtext eine Geschichte.
Was meinst du warum ich sie dir mitteile?
Ich will, dass du verstehst was ich meine.
Ich will, dass du versteht dass ich dich liebe.
But if I kiss you will your mouth read this truth,
darling, how i miss you? Strawberries taste like
lips do. - Ed Sheeran Little Bird

Sieh mich an

Sieh mir in die Augen und lüg mich an.
Kannst du das? Ja du kannst das.
Du! Ich nicht.
Sieh mir in die Augen und erkenne den Schmerz.
Du siehst nichts hinter dem unergründlichen Braun.
Meine Augen sind keine Fenster zur Seele
sie sind Fenster zum Abgrund